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nur geträumt

Nur geträumt?

Nur geträumt?
Wer hat das noch nicht erlebt?
Da hat man einen ganzen, langen Tag endlich mal für sich alleine, ausschließlich zu seiner freien Verfügung. Man kann tun und lassen was man will, keine nervigen Pflichten und Termine - die Welt steht uns offen, wartet quasi nur darauf, endlich erobert zu werden, wenigstens für etwa 16 Stunden könnte alles mal wieder neu und vielversprechend sein.
Doch was geschieht? Ehe man es sich versieht, wird es draußen bereits dunkel und in Anbetracht des drohenden neuen Arbeitstages beschleicht uns das leise Gefühl, dieses Sache mit dem freien Tag einfach nur geträumt zu haben. "Wie kommt das?" fragt man sich leicht verärgert. "Wo ist die Zeit hingeflossen?" Waren da nicht diese tausend tollen Dinge, die man schon immer mal unternehmen wollte, gerade eben noch als Möglichkeiten vorhanden? Oder gab es auch diese nie, haben wir auch davon nur geträumt?
Wo fing all das an? Vielleicht in dem Augenblick, in dem wir uns entschlossen, etwas länger im Bett zu verweilen, wo wir "nur geträumt" haben, anstatt die Welt zu erobern, während im Hintergrund Nena aus den Boxen säuselte. Später fragt man sich oft, ob man auch das nur geträumt hat. Aber ganz nebenbei bemerkt: Muss man denn schließlich immer die Welt erobern? Manchmal kann es doch so schön sein, einfach nur zu träumen!

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