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musikboerse

Musikbörse

Musikbörse
Musikbörsen gibt es wohl wie Sand am Meer. Man geht dorthin, vielleicht nur, um zu schauen, und nichts zu tauschen oder zu kaufen, sondern just for fun. Wenn man Raritäten sucht, ist man auf solchen Musikbörsen bestens aufgehoben. Z.B. Longplayer der Pretty Things, einer guten alten englischen Rockband, die noch härter und fertiger waren als die Stones, kann man dort finden, und auch sonst so ziemlich alles, was das Plattensammlerherz begehrt. Da man auf konventionellen Wegen höchst selten an solche Schmankerl herankommt, empfiehlt es sich, diese Börsten von Zeit zu Zeit abzugrasen. Man ist sich dort ziemlich schnell handelseinig, kann feilschen und diskutieren und am Ende hat man für wenig Geld, manchmal auch (falls es sich wirklich um eine seltene Rarität handelt) für viel Geld sein gesuchtes Stück. Man trifft auf solchen Musikbörsen auch auf sehr interessante Zeitgenossen, die noch auf richtig gute, handgemachte Musik stehen, auf Gruppen, wo man heute noch nicht mal den Namen im Radio hört, geschweige denn die Musik und auch auf guten deutschen Krautrock à la Amon Düül, Can, Kraan, Embryo und wie sie alle hiessen. Einfach in nostalgischen Gefühlen schwelgen, das ist dort natürlich auch möglich und sich mit anderen Menschen, die auf richtig gute Musik abfahren, austauschen. Die Daten kann man wohl auch im Internet abfragen. Es hängen auch immer Plakate in sämtlichen größeren Städten Deutschlands aus, wo und wann mal wieder eine Musikbörse stattfindet.

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