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Militärmusik - Anspruchsvolles für Jedermann

Militärmusik - Anspruchsvolles für Jedermann
Militärmusik - häufig wird diese Musikrichtung in die Nähe unverbesserlicher, ewiggestriger Militaristen gerückt, welche am liebsten im Privatleben uniformiert im Gleichschritt marschieren. Aber dem ist mit nichten so. Militär- und Marschmusik, welche in den vergangenen Jahrhunderten - von der Antike bis ins 18. Jahrhundert - dazu diente, durch ihr Abspielen Signale zu geben und damit der Befehls- und Nachrichtenübermittlung anheim stand, hat in den darauffolgenden Jahrzehnten bis zum heutigen Tage ihre Aufgabe in vielen Belangen geändert. Die Militärmusik wird heute nicht mehr auf dem Schlachtfeld abgespielt und dient auch nicht mehr der Belustigung der Soldaten. Sie hatte ihre Aufgabe in der Hebung der Moral und auch in der Betreuung Verwundeter. Auch hat sich das Instrumentarium der Musikkorps stark geändert. Während in der Antike hauptsächlich horn- und trompetenähnliche Instrumente benutzt wurden, änderte sich dies mit dem Fortschritt der Technik zu Flöten, Klarinetten, Trommeln, Triangeln, Becken und Spielmannszügen. Heute wird Militärmusik bei vielfältigen Veranstaltungen eingesetzt. Sei es um einen Verteidigungsminister, Bundeskanzler oder Bundespräsident mit dem "Großen Zapfenstreich" aus dem Amt zu verabschieden, einen Staatsgast mit militärischen Ehren zu empfangen oder mit der "Musikschau der Nationen" ein kulturelles Großereignis darzubieten. Militärmusik ist mehr als nur rückwärtsgewandter Militarismus. Es ist eine traditionsbehaftete, ausdrucksstarke Musikrichtung mit anspruchsvollen Stücken und hoher musikalischer Kunst.

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