emil bulls
Emil Bulls

Als Frau Ende vierzig hat man vielleicht noch niemals von den Emil Bulls gehört. Natürlich macht man sich damit vollends beim Sohnemann lächerlich - aber man kann ja nicht alles wissen.
In eine musikalische Schublade passen die Emil Bulls nicht - eine Mixtur von Pop, Hip Hop, Stonerock und Eigenständigkeit zeichnet sie aus. Aha, sagen Sie - aber wie klingt das Ganze nun? Fette Gitarren, tiefe Bässe, jede Menge Samples, poppige Melodielinien, die mit Schwermetall kollidieren und groovende Beats - so in etwa.
Das interessanteste an dieser Band ist vielleicht, dass sie aus deutschen Landen kommt. Aufmerksam wurde man auf sie beim europäischen Nachwuchswettbewerb Emergenza. Noch im selben Jahr gewannen die Jungs einen Wettbewerb in München. Mit dem Album "Monogamy", das in München und New York eingespielt wurde, öffneten sich plötzlich die Türen der großen Plattenfirmen. Das Album wurde später unter dem Titel "Angel Delivery Service" in überarbeiteter Form veröffentlicht und erhielt für den stilistischen Mix überall gute Fachpresse. Möglicherweise haben auch Sie schon den alten Aha-Klassiker "Take on me" in der Version der Emil Bulls gehört.
Auf dem mittlerweile vierten Album vollzog sich einstilistischer Wechsel vom Nu-Metal zum heftigen Rock mit poppigen Elementen. Trotzdem: unverkennbar Emil Bulls. Einfach mal anhören! Damit der Herr Sohnemann mal wieder mit Ihren spricht!