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Dschingis Khan: Ein Mongolenfürst und der Grand Prix

Dschingis Khan: Ein Mongolenfürst und der Grand Prix
Wer kennt ihn nicht, den Song "Dschingis Khan", produziert von Ralph Siegel, der auch die Gruppe "Dschingis Khan" zusammenstellte, die damit 1979 immerhin den 4. Platz auf dem Grand Prix D'Eurovision belegte. Was ihn auszeichnet: Er ist tanzbar und der Text so einfach, dass ihn jeder auch nach erheblichem Alkoholgenuss noch mitsingen kann. Mittlerweile gehört er fast zur Allgemeinbildung und wurde schon, mit anderen Siegel-Liedern, von Jazzmusikern (Daerr, Sieverts, Jütte: Germany 12 points - Siegel auf Jazz) entdeckt und adaptiert. Damit hat Ralph Siegel seinen Einzug in Kulturjournal und Musikempfehlungen beispielsweise des Deutschlandfunks gehalten. Wer war nun eigentlich dieser Dschingis Khan, der immer weiter reitet und mit seinen Brüdern sauft und rauft? Er vereinigte zu Anfang des 13. Jahrhunderts die Reitervölker der Steppe Innerasiens, schuf damit die mongolische Nation und zog aus, ein Weltreich zu erobern. Nicht umsonst wurde der Anführer dieser kriegerischen Nomaden als "Geißel Gottes" bezeichnet. Er drang auf seinem Westfeldzug in den Kaukasus vor und seine Erben besiegten ein deutsches Ritterheer. Weiterhin beherrschten diese für fast 100 Jahre China, wo Marco Polo am Hof des Enkels von Dschingis Khan, Kubilai Khan, gelebt haben will. Der Mann ist also durchaus ein Lied wert, passenderweise eins, das, wie er, mit einfachen Mitteln eine große Wirkung erzielt.

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