ungarische musik
Musik in Ungarn

Ungarische Musik ist hierzulande weitgehend unbekannt. Der eine oder andere denkt vielleicht zuerst an Lieselotte Pulvers wunderbaren Film "Piroschka" und erinnert sich an einen Hauch von Pusztamusik. Auch Klassikfans können den einen oder anderen ungarischen Komponisten benennen. Franz Liszt's ungarische Rhapsodie wurde weltbekannt; die Czardaskönigin von Imre Kalman, Ungarns betrühmtestem Operettenkomponisten, ist ebenfalls vielen Menschen zumindest dem Titel nach bekannt. Bela Bartok sammelte ungarische Volksmusik und verwendeten Anklänge daran in eigenen Kompositionen. Damit wäre also die Bedeutung der Ungarn für die klassische Musik ein bißchen angedeutet.
Neben dieser hat die Zigeunermusik im Lande der Magyaren eine große Bedeutung. Schluchzende, jauchzende Geigen und Zimbeln kennzeichnen sie und so mancher Film bekam seine Stimmung erst durch solche Musik, die gerne in Restaurants gespielt wird. Das allerdings ist nicht jedermann's Sache. Zu den besten ungarischen Zigeunergruppen muss man zweifellos Kalyi Jag zählen. Wer ungarische Musik dieser Art näher kennenlernen möchte, sollte sie sich im Budapest anhören, wo sie am authentischsten gespielt wird. Neben der Zigeunermusik hat die ungarische Volksmusik einen großen Platz in den Herzen der Ungarn, dazu wird gerne in Tanzhäusern getanzt. Auch die typischen jüdischen Klezmerlieder werden gerne gespielt, wenngleich sie in Ungarn nicht so bekannt sind.
Zweifellos hat auch die Popmusik inzwischen Einzug in die ungarische Musik gehalten. Immerhin erreichte der ungarische Beitrag beim Eurovisions Song Contest im Jahre 2005 Platz 12.