persische musik
Persische Musik - Seele der Sufis

Persische Musik unterteilt sich wie die Musik jedes anderen Landes in unterschiedliche Genres. Anders als jedoch in Europa ist die klassische Musik Persiens auch unter Jugendlichen nicht verpönt, ganz im Gegenteil ist der Bezug zu den Wurzeln auch in der Musik spürbar, obgleich Unterhaltungsmusik aus dem Westen in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr an Boden gewonnen hat.
In Europa wird die gefühlsbetonte persische Musik häufig als zu melancholisch beurteilt, ohne dass man sich bewusst macht, dass diese Musik in großem Ausmaß auf bedeutender lyrischer Dichtung beruht, welche sich in der Musik niederschlägt. Über einen langen Zeitraum hinweg war jedwede Musik (außer religiösen Gesängen) vollständig verboten, was zu Texten über zerschlagene Revolutionen aber auch über die Schmerzen und Freuden der Liebe führte.
Was man in Europa unter der klassischen persischen Musik versteht, beruht auf einer großen Sammlung verschiedenster alter Melodien, sogenannten "Radif", die von Musikern interpretiert werden.
Um diese Melodien entsprechend ihrer Bedeutung in der persischen Kultur interpretieren zu können, muss der Künstler die traditionellen Instrumente der persischen Musik beherrschen. Eines davon ist zum Beispiel das Kamancheh, das wie ein Cello vertikal gespielt wird und dabei auf dem Boden steht. Ein anderes, auch in Europa immer populärer werdendes klassisches Instrument ist die Vorfahrin des Klaviers, die Santur.
In den letzten Jahren hat die persische Musik in Europa einen immer größer werdenden Kreis von Anhängern gefunden, was zweifelsohne auch an der mitreißenden Stimmung der Musik liegt, zum tanzen, lachen oder weinen.