bretonische musik
Musik aus der Bretagne

Keltische Musik aus der Bretagne. Die bretonische Musik ist durch ihre Musikerduos Dudelsack (Biniou) und Bombarde eine Art Schalmei (Dudelsack-Oboe) symbolisiert. Bläser, Sänger oder Erzähler begleiten dieses Instrumentenduo und sind von den Volksfesten und Veranstaltungen in der Bretagne gar nicht wegzudenken. Es kommen aber auch noch andere Instrumente wie zum Beispiel Geige, Leier, Harfe und Klarinette hinzu.
Die Gründung der "Bagadou", der bretonischen Form der schottischen "Pipebands" führt diese Tradition weiter. Die bretonische Musik, mit ihrem Erbe an sehr alten, melodischen Stücken, trifft heute auch mit anderen Einflüssen aus keltischer und moderner Musik zusammen.
Diese faszinierende und mitreissende Musik ist intensiver Ausdruck einer eigenständigen Regionalkultur, die lange Zeit im Norden Frankreichs ein abgeschottetes Dasein führte und als "hinterwäldlerisch" belächelt wurde. In den 70er Jahren konnte die bretonische Musik mit der zunehmenden Popularität von traditioneller und Folkmusik sich von diesem Ruf befreien.
Seit Musiker wie Alain Stivell auch international Anerkennung erhalten haben, hat der Einfluss der bretonischen Musik vor anderen Stilrichtungen, wie z.B. dem Rap, nicht haltgemacht. Musiker wie u.a. Dan Ar Braz und Didier Squiban zeigen in der Bretagne, daß Jazz und traditionelle Musik zusammenpassen. Sie beweisen auch dass Klassik sich übergangslos einfügen lässt.
Neben diesen vorgenannten Strömungen existiert eine rege Szene von Musikern und Gruppen, die die traditionelle bretonische Musik mit ihrem keltischen Ursprung pflegen.